Die musikalische Reise zu den Sichtbaren und den Unsichtbaren Dingen war im Auditorium Maximum der Ruhr-Universität zu erleben. Ludwig Kaiser spielte Werke, deren Ursprung ganz im Religiösen liegen.
Stimmungsvoll ins rechte Licht gesetzt überzeugte Kaiser mit einem Programm, das die frühesten Ausgaben der Tastenmusik mit ausdrucksvollem Klangreichtum vereinte. Umrandet von gregorianischen Chorälen von Cavazzoni und Tallis, bildeten Olivier Messiaens "L'Ascension" (Die Himmelfahrt) und "Messe de la Pentcôte" das Zentrum des Programms ... Kaiser gelang es besonders in Messiaens Stücken das Potential der Orgel von neckischer Leichtigkeit bis hin zu kraftvoll-brausender Fülle auszuloten. Das Publikum lauschte durchweg andächtig. Das Gefühl von Sichtbarkeit stellte sich spätestens auf dem Heimweg ein, auf dem die Zuhörer bei sommerlichem Abendhimmel und Vogelzwitschern die Stimmung des Konzerts in Gedanken nachklingen ließen.